Vision und Realität im Haus KB5 in Kirchbach

„Macht es nicht Lust, das Beste zweier Welten so nahe beieinander zu haben -
die Welt der städtischen Wissensbasen und die Welt des ländlichen Lebensraumes?“

Mag. Franz Nahrada, GIVE



: Haus KB5 - Folder (PDF 2MB) :
: KB5 INFO-Video
:


Haus KB5 Im Dezember 2002 hat sich eine Gruppe von fünf Personen zusammengetan, um ein altes Gerichtsgebäude in Kirchbach in Steiermark zu kaufen und zu renovieren. Die Vision dieser Personen war und ist: Bildung aufs Land zu bringen und mit Hilfe von neuer Technologie die Region zu beleben.
KB5 steht für Mut, Engagement und Innovation. Hinter KB5 stehen Menschen, denen ihr Ort und seine Weiterentwicklung im kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Kontext wichtig sind. Die vielen – zum Teil einzigartigen – Veranstaltungen zeugen vom Erfolg dieser Vision und Idee. 2005 haben die ersten Arbeiten mit den Universitäten und Bilungshäuseren begonnen. Es wurde erstmals in Österreich möglich, eine Vorlesung von einer Universität nach Kirchbach zu übertragen - und auch umgekehrt.


Beispiele von unserer Arbeit

Universität für Bodenkultur – Wien
Dissertation und Diplomarbeit über die Rolle KB5-Kirchbach in der Wissensvermittlung mit digitalen Medien am Land.
Auszug - Dissertation von Florian Heiler / BOKU Wien
„KB5 - AUF DEM WEG ZUM GLOBALEN DORF“ (PDF 250kb)

Auszug - Diplomarbeit von Verena Peer / BOKU Wien
"Wissen als Nährboden der Regionalentwicklung" PDF(1,3 MB)


Universität – Graz / 6 Jahre Videokonferenz
Bildung durch allgemein verständliche Wissenschaft im ländlichen Raum: „Montagsakademie”
(16 Kooperationspartner) und Theologisches Diskussionsforum „Religion am Donnerstag”.
Montagsakademie und Religion am Donnerstag


BIO AUSTRIA > 2x „Bioversität”
Dreitägige Leistungsschau mit Fachvorträgen über biologischen Landbau. Live-Schaltung mit 32 Außenstellen (A, D, CH)
-
rund 2.000 Zuhörern
www.bioversität.at


Bildungshaus Arbogast – 2x „Tage der Utopie”
Fünftägiger visionärer Gedankenaustausch für die Utopien von Morgen, per Live-Diskussion mit KB5. Ca. 1.300 Besucher in Kirchbach.
www.tagederutopie.org


Forum Politische Bildung – Graz

Kritische Auseinandersetzung mit gesellschafts-politischen Themen im öffentlichen Raum.
Live-Diskussionen/Vorträge mit und im KB5.
www.gesellschaftspolitik.at

MIR – EU-Projekt
Zypern, Deutschland, Irland und Österreich (GIVE/KB5)
Europaweite Vernetzung regionaler Bildungseinrichtungen im ländlichen Raum.

Volkshochschule Brigittenau – Wien
„Lange Nacht der Sprachen”: Interkultureller Abend – Live-Präsentationen zum Thema Sprache
z.B. usbekische Gedichte, Ägyptische Sprachphilosophie, „Stoansteirisch“ und Jodeln ...
www.langenachtdersprachen.at/2008/programm.htm

BRIGE – EU-Projekt
Italien, Polen, Schweden, Slowenien, Schottland und Österreich (KB5)
EDV Seminare für ältere Personen für eine Nutzung im täglichen Leben.
www.seniors-bridge.eu


Es gab auch schon eine usbekische Dichterlesung von Jodgor Obid für Studenten an der Universität Indiana in den USA
.
Die Idee "Bildung und Kultur am Land mit neuen Medien" und das Haus KB5 ist sicher eine Bereicherung für die ganze Region.


Die Geschichte des Hauses


1854 Im Jahre 1825 wurde die heutige B73 über Zerlach nach Prosdorf angelegt und damit eine Verbindung in das Murtal geschaffen. Es entwickelte sich ein lebhafter Handelsverkehr und das Gewerbe blühte.
Ein Rückschlag trat ein, als um die Mitte des 19. Jahrhunderts im Murtal und später im Raabtal die Schienenstränge gezogen wurden, und damit der Fuhrwerks- und Frachtenverkehr auf die Eisenbahn verlegt wurde.
In dieser schwierigen Situation gelang es dem damaligen Landtagsabgeordneten, Bürgermeister und Leiter der Poststelle (diese Poststelle befand sich im heutigen Gasthaus s´Fankerl) von Kirchbach, Franz Feyertag, die Verlegung des K. K. Bezirksgerichtes, welches 1848 gegründet wurde, von Schloss Waldegg nach Kirchbach zu erreichen.

Den Bauplatz stellten der spätere Bürgermeister (1870 - 1880) von Kirchbach und damalige Gemeindevorsteher Hans Grabner (129 Klafter = 244,71 m2) und das Ehepaar Franz und Marie Gsöll (141 Klafter = 267,47m2), wohnhaft im heutigen Haus der Familie Ferdinand Löffler, unentgeltlich zur Verfügung.

1980Mit dem Bau des Gerichtsgebäudes wurde im Jahre 1852 begonnen, bereits 1854 konnte das Haus bezogen werden. Kirchbach erlangte bald seine frühere Bedeutung wieder, zumal auch eine Anzahl von Ämtern mit dem Bezirksgericht ihren Amtssitz nach Kirchbach verlegten, so vor allem das Notariat und Steueramt. Weiters wurden das Grundbuchsamt und ein Arrestlokal errichtet.
Im 2. Stock befand sich die Wohnung des Gerichtsvorstehers. Zum Gerichtsbezirk Kirchbach gehörten damals 25 Ortsgemeinden bzw. Teile davon. Dies waren: Aschau, Baumgarten, Edelstauden, Frannach, Glojach, Grasdorf, Jagerberg, Kirchbach, Krottendorf, Lichtenegg, Lugitsch, Maggau, Mitterlabill, Petersdorf, Pirching, Rettenbach, Schwarzau, St. Stefan im Rosental, Trößengraben, Ungerdorf, Unterauersbach, Unterlabill, Wetzelsdorf, Zerlach und Ziprein.

Im Jahre 1942 übersiedelte das Postamt in das Gerichtsgebäude und war damals das modernste Postamt dieser Region.

Ein schwerer Schlag für Kirchbach war die Auflösung des Bezirksgerichts per 30.9.1976.  Selbst eine Gemeinderatssitzung unter freiem Himmel mit über 500 anwesenden Kirchbachern unter der Leitung des damaligen Bürgermeisters Ökonomierat Alois Stix und die Verfassung einer Protestresolution an den damaligen Justizminister Broda konnte die Auflösung des Bezirksgerichts nicht verhindern.

Der letzte in Kirchbach amtierende Richter war OLGR Dr. Fritz Gasparic.

Haus KB5Das Gebäude diente danach dem österreichischen Bundesheer als Waffen- und Gerätelager. Das Postamt war weiterhin im Haus untergebracht.
Mit der Schließung des Bezirksgerichts verlor das Gebäude zusehends an Substanz.

Im Dezember 2002 wurde das Haus von den Herren Peter Mayer, Ewald Binder, Ing. Gottfried Seper, Hansjörg Matzer und Franz Steinwender erworben und ohne öffentliche Fördermittel einer Generalsanierung unterzogen


Diese Daten wurden uns freundlicherweise von
DI Franz Tomberger
zur Verfügung gestellt.




Unsere Gemeinde

Kirchbach in der Steiermark

Kirchbach in Steiermark,
eine Marktgemeinde mit ca. 1560 Einwohnern liegt inmitten der sanften Hügellandschaft der Oststeiermark, des „Steirischen Vulkanlandes“. Kirchbach hat für Erholungssuchende, für Kunst- und Kulturinteressierte, für Bildungshungrige und Sportler viel zu bieten und ist der ideale Ausgangspunkt für Ihre Ausflüge in die steirische Landeshauptstadt Graz, auf die steirische Schlösserstraße,
auf die Weinstraßen der Süd- und Weststeiermark und für Schlemmerreisen durch die Südoststeiermark.
Selbst die slowenische Stadt Maribor ist von Kirchbach aus in nur 30 Minuten per Auto erreichbar. http://www.kirchbach.at

Kirchbach könnte ein Modell sein für die „Globalen Dörfer“ der Zukunft. Erleben und gestalten Sie diese Zukunft mit - im KB5 ...
Foto: Kurt Remling




Zum Download

Einige Presse-INFORMATIONEN über die Arbeiten im Haus KB5 in Kirchbach

: "Land und Raum" 3/2005 (PDF 650kb) : "Lebenswert" 2005 (PDF 225 kb) :
: Tage der Utopie 2005.PDF : Kleine Zeitung, 2006 : : :

: Kleine Zeitung, 2007 : Tage der Utopie, 2007 : Tage der Utopie, 2007.PDF :
: Bioversität -2007 : Zusätzliche Bildungschancen für den ländlichen Raum, 2007 :
: Salzburger Nachrichten 2007 : Zeitungsbericht "KRONACH".PDF (188kb) :

: Kleine Zeitung 2008 - Kirchbach als Vorbild


Idee: Globale Dörfer
: GIVE-Beschreibung.PDF (200kb) :
: Globale Dörfer / Dorfwiki
:

Videoausschnitte "Globales Dorf Kirchbach"
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: www.dorfwiki.org/wiki.cgi?VideoBridge/Film :